Das erste Mal ist man in 1978 auf die Problematik aufmerksam geworden. Für die heutigen immer häufiger auftretenden Probleme mit der Fructoseunverträglichkeit sind wir selbst verantwortlich.

  1. Fructose schmeckt süß und wir haben uns mit den Jahren an die Süße gewöhnt. Unser Gehirn schüttet Dopamin und Serotonin aus, sobald wir Zucker zu uns nehmen. Dadurch wirken wir vorerst zufriedener und entspannter. Wir fühlen uns besser und dieses Gefühl kann schnell zu einer Sucht führen.
  2. Gleichzeitig wird auf die Figur geachtet und wir greifen mehr und mehr zu Produkten mit „Weniger Zucker“. Aber schauen wir doch mal hinter die Kulissen:
    Um die Süße weiterhin in der Intensität zu schmecken, greift die Industrie vermehrt auf frucotosehaltige Zucker zurück. Der positive Nebeneffekt dabei ist, dass die Herstellung sogar weitaus günstiger ist. Und wer möchte nicht gerne sparen?
  3. Außerdem wird uns gesagt „5 x täglich Obst und Gemüse“ ist wichtig. Daher greifen wir auch mal gerne zu dem Smoothie, frisch gepressten Säften oder ähnliches und sind der Meinung, wir tun unserem Körper etwas Gutes. Wenn dann in Folge des erhöhten Fructosekonsums gesundheitliche Beschwerden dazu kommen und man diese behandelt, indem man sich noch „gesünder“ ernährt, ist das ein Teufelskreis. Vielmehr fördert es noch mehr Probleme zu Tage und zusätzliche Intoleranzen entstehen.
  4. Ein weiterer Punkt, warum die Problematik erst die letzten Jahre entstanden ist, liegt an der Ernährungsumstellung. Früher wurde Fruchtzucker nie in diesen großen Mengen über einen längeren Zeitraum konsumiert. Heutzutage bekommt man das ganze Jahr über Obst in Hülle und Fülle. Wenn man früher mal Probleme bekam, weil man zu viel einer Obstsorte gegessen hatte, war dies eine vorübergehende Erscheinung. Denn die Obstsorten konnten nur gegessen werden, wenn sie im Garten zu ernten waren. Und damit konnten sich die Beschwerden nicht über einen längeren Zeitraum aufbauen.
  5. Wir nehmen heute viel mehr Fructose über verarbeitete Lebensmittel zu uns. Daher bekommen Menschen, die vor 20 Jahren ohne Probleme leben konnten, heute plötzlich Beschwerden, obwohl Sie (Ihrer Meinung nach) nichts anderes gegessen haben wie sonst auch.
  6. Früher wurde meistens frisch gekocht, wohin gegen heutzutage oft auf vorverarbeitete Lebensmittel, Fertiggerichte etc. zurückgegriffen wird. Auch hier ist leider mehr Fructose drin, um die Lebensmittel länger haltbar zu machen, die Konsistenz oder Farbe der Backwaren zu ändern.

Das alles hat dazu geführt, dass wir mittlerweile mehr Fructose konsumieren.Und hört sich Fructose nicht gesund an? Da denkt man doch direkt, dass man Obst zu sich nimmt.

Mittlerweile gibt es einige Staaten die versuchen, den Zuckerkonsum zu reduzieren, um einerseits das Gesundheitssystem zu entlasten und andererseits durch eine Zuckersteuer die Staatskassen aufzufüllen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft e. V. (DDG) veröffentlichten  gemeinsam ein Konsensuspapier mit einer Empfehlung zur maximalen Zufuhr freier Zucker in Deutschland. Mit dem Konsensuspapier schließen sich die drei Fachgesellschaften der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015 an und sprechen sich für eine maximale Zufuhr freier Zucker von weniger als 10 % der Gesamtenergiezufuhr aus. Bei einer Gesamtenergiezufuhr von 2 000 kcal/Tag entspricht diese Empfehlung einer maximalen Zufuhr von 50 g freien Zuckern/Tag. Dazu zählen Monosaccharide und Disaccharide, die Hersteller oder Verbraucher Lebensmitteln zusetzen sowie in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten natürlich vorkommende Zucker.
Quelle: https://www.dge.de/presse/pm/empfehlung-zur-maximalen-zuckerzufuhr-in-deutschland/

Aktuell liegt die aktuelle freie Zuckerzufuhr deutlich höher, insbesondere bei Kindern!