Für viele Gerichte ist die Basis immer eine gute Brühe, doch leider kommt viel zu oft Instant-Brühe zum Einsatz. Dies hat leider den Nachteil, dass schwer nachvollziehbar ist, was an Zusatzstoffen in der Instant-Brühe enthalten ist oder auch welcher und wieviel Zucker verwendet wurde.

Nachfolgende Brühe war lange Zeit immer nur die „Ich-bin-soooo-krank-Papa-und-brauche-eine-kräftige-Suppe-um-wieder-gesund-zu-werden“ Brühe. Mittlerweile stellen wir die Brühe in größeren Mengen her und nutzen sie als Basis für viele Gerichte.

Die Herstellung ist ganz einfach, braucht aber etwas Zeit und je nach Bedarf einen echt großen Topf. Das Fleisch besorgt ihr nach Möglichkeit beim Metzger – da kann man gleich noch nach ein paar Knochen fragen, die zusätzlich Geschmack geben – oder aber auch beim Discounter, wenn kein passender Metzger erreichbar ist. Im Rezept enthalten ist auch eine Zwiebel, die wird aber nur für die Farbe und etwas Geschmack gebraucht und kommt hinterher wie auch das restliche Gemüse wieder raus.

Die angegebenen Mengen sind auf ca. 5 Liter Suppe ausgelegt, ich koche mittlerweile aber in einem 20 Liter Topf, da die Brühe echt universell einsetzbar ist. Wer mehr herstellen will, kann einfach die Mengen entsprechend anpassen. Wenn mal was nicht da ist, kein Beinbruch – die Suppe funktioniert auch gut, wenn mal nicht alles da ist. Nur bei den Karotten bitte aufpassen, da zu viele Karotten die Suppe sehr schnell zu süß werden lassen. Auch beim Salz ist Vorsicht geboten – das eingesetzte Meersalz ist nicht so „salzig“ wie das feine Jodsalz – also lieber erst etwas weniger dazugeben und ggfs. zwei oder dreimal abschmecken.

Zur besseren Aufbewahrung füllen wir die Brühe in (up-cycled) Smoothieflaschen ab – die haben mit ca. 750ml eine schöne Größe. Die Flaschen werden dann (ganz wie bei Oma) eingeweckt und sind somit problemlos mehrere Monate haltbar. Über das Einwecken gibt’s einen separaten Artikel, falls ihr da nicht ganz sattelfest seid.

 

Zutaten

  • 2 Beinscheiben
  • 1 großes Stück Suppenfleisch (alternativ)
  • Rinderknochen (optional)
  • 1/2 Kopf Sellerie
  • 1 Möhre
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Nelke
  • 1 EL grobes Meersalz
  • 2 kleine Lorbeerblätter
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 2 Zweige Tymian
  • 1 Zweig Rosmarin

Zubereitung

Fleisch vorbereiten und kochen

Das Fleisch (und die Knochen) unter kaltem Wasser abbrausen und in einen großen Topf geben. Den Topf mit mit warmem Wasser zu ca. 2/3 auffüllen, das Meersalz zugeben und auf dem Herd zum kochen bringen. Bei Aufkochen wird sich Schaum auf dem Wasser bilden, der vom Eiweiß im Fleisch kommt. Diesen Schaum mit einer Suppenkelle oder Schaumkelle abschöpfen. Wenn etwas Flüssigkeit mit in den Löffel läuft, ist nicht schlimm – das kann hinterher wieder aufgefüllt werden. Noch ist es „nur“ Wasser und noch keine gute Brühe.

Die Brühe kann jetzt ca. 1,5 Stunden vor sich hin köcheln, sollte aber nicht sprudelnd kochen. In der Zwischenzeit können wir uns jetzt dem Gemüse widmen.

Gemüse vorbereiten

Das Gemüse wird bis auf die Zwiebeln geschält und grob gewürfelt. Der Lauch sollte je nach Zustand nochmal in einem Sieb abgespült werden, da hier immer wieder gerne Erde zwischen den Schichten sitzt – sonst knirscht es später ;).

Die Zwiebel wird mit der Schale einfach halbiert und in eine Pfanne auf der Schnittseite angebräunt. Das gibt Geschmack durch die Röstaromen und verleiht der Suppe zusätzlich eine schöne, goldene Farbe.

Nachdem das Fleisch die 1,5 Stunden geköchelt hat, gibt man das restliche Gemüse, die Kräuter und Gewürze sowie die gebräunten Zwiebeln dazu. Wenn jetzt noch etwas Platz im Topf ist, kann man nochmal etwas Wasser nachfüllen. Wieder zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme nochmal min. 2 Stunden köcheln lassen.

Fertigstellung

Die Suppe ist nun fertig gekocht und muss nun noch abgesiebt werden. Hier kommt es jetzt ganz darauf an, wie fein und klar ihr die Suppe wollt. Im einfachsten Fall reicht ein einfaches Küchensieb, um das Gemüse und die Kräuter & Gewürze rauszusieben. Wir mögen es lieber etwas klarer, so dass ich beim Absieben etwas mehr Aufwand betriebe. Dazu nehme ich zum einen die groben Teile per Schaumkelle raus und zum anderen nutze ich zum absieben ein feines Sieb mit einem zusätzlichen Handtuch. Das ergibt eine wunderbar klare Suppe, braucht aber Zeit und Geduld.

Die Suppe muss dann noch abgeschmeckt werden. Meist reicht einfach noch etwas Salz, wer mag kann aber auch etwas Muskatnuss dazu reiben. Das löst sich aber nicht und man muss aufpassen, dass es sich nicht absetzt.

Ganz wichtig: Das gekochte Fleisch müsst ihr keinesfalls wegwerfen. Ich sortiere das Fleisch immer raus, lasse es abkühlen und schneide es dann in kleine Würfel, die eine tolle Einlage für die Suppe geben.

Verwendung

Wie schon eingangs geschrieben ist die Brühe die Basis für ganz viele Gerichte. Immer dort, wo Instant-Brühe und Wasser dran soll, kann man die Brühe nehmen. Natürlich (und hauptsächlich) wird die Brühe bei uns aber pur gegessen. Dazu passen ganz toll z.B. Maultaschen, die man in der Suppe warm macht. Ebenso kann man eine Einlage aus Reis, Nudeln oder Gemüse machen. Reis bzw. Nudeln koche ich persönlich separat, gebe dann die Einlagen in den Teller in und fülle mit heißer Brühe auf. Kann aber natürlich auch direkt in der Brühe gemacht werden – dann aber auf die unterschiedlichen Garzeiten aufpassen.

Wenn ihr die Brühe einweckt, so wie wir das machen, dann ist das auch immer mal ein super Gericht, wenn das Kind auswärts essen soll. Nach der Schule oder Kindergarten zur Oma, die nicht so sattelfest in der fructosearmen Küche ist? Einfach etwas Brühe dort deponieren und schon ist dort eine schnelle Mahlzeit gesichert.

Papas Rinderkraftbrühe

Kräftige Rinderkraftbrühe ohne Geschmacksverstärker oder Zucker
Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit3 Stdn.
Arbeitszeit3 Stdn. 30 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Deutsch
Keyword: Basics, Brühe, Grundlagen, Rindfleisch, Suppe
Portionen: 5 Liter

Zutaten

  • 2 Beinscheiben
  • 1 Stk Suppenfleisch (alternativ)
  • 4 Rinderknochen (optional)
  • ½ Kopf Sellerie
  • 1 Möhre
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Nelke
  • 1 EL grobes Meersalz
  • 2 Lorbeerblätter klein
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 2 Zweige Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin

Anleitungen

  • Fleisch in kaltem Wasser abbrausen, in einen Topf geben und den Topf zu ⅔ mit Wasser auffüllen. Salz zugeben.
  • Topf zum kochen bringen und ca. 1½ Stunden köcheln lassen. Schaum abschöpfen.
  • Zwischenzeitlich Zwiebeln halbieren und in der Pfanne bräunen. Restliches Gemüse in grobe Stücke schneiden, Gewürze zusammenstellen. Nach den 1½ Stunden das Gemüse und die Zwiebeln zugeben und weitere 2 Stunden köcheln lassen.
  • Fleisch rausnehmen (kann als Einlage verwendet werden) und die Suppe absieben.
  • Für die bessere Haltbarkeit die Suppe in Flaschen oder Gläsern einwecken.